Aussenisolation & Aussenwärmedämmung: Problem lebende Fassaden

AussenisolationSeit ein paar Jahren tritt verstärkt das Problem von Algen und Pilzen als unerwünschte „Verzierung“ von wärmegedämmten Aussenwand-Fassaden auf.

Algen und Pilze machen besonders an den Nordseiten von Gebäuden Schwierigkeiten. Das richtige Wärmedämmsystem und die richtige Beschichtung schaffen Abhilfe.

Ursache

In klaren Nächten strahlen die Wandoberflächen ihre Eigenwärme gegen den Nachthimmel ab, was gerade bei gedämmten „kalten Fassaden“ eine merkliche Unterkühlung gegenüber der Umgebungsluft zur Folge hat. Bei Unterschreitung der Taupunkttemperatur bildet sich dann Kondenswasser, analog z.B. dem morgendlichen Tau auf den Dächern im Freien parkender Autos. An Wintertagen kann diese Taupunktunterschreitung (Feuchtigkeitsbildung) bis zu 15 Stunden lang anhalten.

Feuchtigkeit ist aber eine der Bedingungen für jegliches Leben, weshalb die kalte Jahreszeit inzwischen als die günstigste Wachstumsperiode für Fassadenbewuchs gilt. Daneben wachsen solche „Biofilme“ auch standortbedingt in Nebellagen, an Flüssen und Seen oder Hanglagen.

Pilze benötigen neben Feuchtigkeit organische Verbindungen als Nahrung. Diese sind in Schmutzpartikeln sowie Pollen enthalten und gelangen über die Luft auf die Fassaden. Aber auch die meisten handelsüblichen Putze und Anstriche kommen ohne organische Zusatzstoffe nicht aus. Im Gegensatz dazu decken Algen wie Grünpflanzen ihren Nahrungsbedarf mit Kohlendioxid, Stickstoff und vorzugsweise wenig Sonnenlicht. Das zunehmende Algenwachstum wird auch mit der heute wieder deutlich verbesserten Luftqualität begründet.